Von Peter Hossli

Jäh hat der Sozialist Sanders diesen Marsch nun abgebremst, und das ist gut für Clinton. Es ist ihr Weckruf.
Bisher ging Clinton davon aus, konkurrenzlos ins Weisse Haus einzuziehen. Ihre Logik: Niemand hat mehr Geld gesammelt als sie, sie führt in den Umfragen, die Republikaner zerfleischen sich selbst.
Sie ist das politische Establishment. Amerika – ob rechts oder links – mag aber in Vorwahlen Aussenseiter. Selbst wenn sie wie Sanders keine Chance auf das Weisse Haus haben.
Zudem spielt in kleinen Staaten wie Iowa das Geld eine kleinere Rolle als die Anzahl der Hände, die ein Kandidat schüttelt.
Als angezählte Siegerin zieht Clinton nun weiter nach New Hampshire. Dort muss sie zeigen, dass Sanders sie aufgeweckt hat.