Von Peter Hossli

Womöglich war dies Blatters letzter Aufenthalt im Fifa-Gebäude am Zürichberg. Denn der Richter der Fifa-Ethikkommission, Hans-Joachim Eckert (67), behandelte einen für Blatter harten Antrag: lebenslängliche Sperre. Der Vorwurf: Korruption und ungetreue Geschäftsführung. Dabei geht es um eine Fifa-Zahlung von zwei Millionen Franken an Michel Platini (60) im Jahr 2011. Am Abend kam ein dürres Communiqué von Anwalt Erni: «Beweise zeigen, dass sich Blatter sauber verhalten hat. Die Sperre muss aufgehoben werden.»
Das Urteil wird am Montag um 10 Uhr bekannt. Blatter kann danach am Internationalen Sportgerichtshof in Lausanne Berufung einlegen.
Gleichentags schlug der russische Präsident Wladimir Putin (63) Blatter für den Friedensnobelpreis vor.