Von Peter Hossli

Die «New York Times» weiss, dass die frühere Aussenministerin ihre Kandidatur per Videobotschaft ankündigen wird. Damit hebt sie sich von ihren republikanischen Konkurrenten ab. Ted Cruz (44) und Rand Paul (52) gaben ihre Bewerbungen jeweils in flammenden Reden bekannt.
Clinton bereist in den nächsten Tagen jene Staaten, in denen erste Vorwahlen stattfinden – Iowa und New Hampshire.
Ihr Leistungsausweis: Mutter. Anwältin. Aktivistin. First Lady.
Senatorin. Aussenministerin. Ihre Botschaft: Alle Amerikaner sollen gleiche Chancen haben wie Charlotte, ihre im September geborene Enkelin. «Du musst nicht Grosskind eines Ex-Präsidenten oder einer Ex-Aussenministerin sein, um Zugang zu medizinischer Pflege, guter Ausbildung und erfolgreichen Leben zu haben», schreibt Clinton in ihren Memoiren.
Bisher ist sie die einzige Kandidatin der Demokraten; sie gilt als klug und erfahren. Ein Fragezeichen setzt ihr Alter, ebenso ihre Gesundheit. Zöge sie 2017 erneut ins Weisse Haus ein, wäre sie 69. So alt war beim Amtsantritt bisher nur ein US-Präsident: Ronald Reagan (1911–2004).