Von Peter Hossli

Stilli-Aktionär und -VR This Jenny (62) bestätigt den Konkurs. Der Glarner alt SVP-Ständerat stieg im Herbst ein – um einem Handwerker zu helfen. Er kaufte dessen Stilli-Aktien ab, im Wissen, Geld zu verlieren. «Mir war klar, die Stilli Park wird nicht mehr lange überleben.»
Rund «500000 Franken» betrage sein Verlust. Er kann es verschmerzen. Seine Baufirma Toneatti AG baute das 200-Millionen-Franken-Ei und verdiente goldig. «Stilli war für mich eine Goodwill-Aktion für eine Person in Not.»
Der Betrieb des Hotels und den zugehörigen Wohnungen sei völlig falsch aufgesetzt worden, sagt Jenny. «Das konnte nie gut gehen.» So sei das Hotel nicht richtig geführt gewesen. «Die InterConti-Leute spielen sich auf wie Zaren, sie haben mehr Personal als Gäste.»

Schliessen müsse das Luxushotel aber nicht. «Es gibt keine Gläubiger, niemand verliert den Job, die Credit Suisse braucht einfach einen neuen Durchlauferhitzer», so Jenny. Es werde nun wohl eine Auffanggesellschaft gegründet, «mit neuen, vernünftigeren Verträgen».
Die Credit Suisse wollte auf Anfrage nicht Stellung nehmen.