Von Peter Hossli

Die Credit Suisse (CS), so US-Medien, stehe kurz davor, genau das zu tun. Womöglich über eine Tochtergesellschaft.
Doch was bedeutet das für den Schweizer Finanzplatz? Dass wohl ein Dutzend Schweizer Banken kriminell sind!
Nach der CS dürften die US-Behörden weiteren Schweizer Banken sogenannte «guilty pleas» abringen, Schuldeingeständnisse. Derzeit laufen Strafverfahren gegen 14 Schweizer Banken in den USA. Sie alle hoffen, sogenannte Deferred Prosecution Agreements (DPA) zu erhalten. Dabei zahlen sie Bussen, geben Fehler zu, liefern Daten an die US-Behörden. Strafklagen gibt es nur gegen einzelne Banker – jedoch nicht gegen Banken.
Ändert sich dies nun, könnte der Schweizer Finanzplatz bald per Gericht ein krimineller Finanzplatz werden. Das Domino-Szenario sähe so aus: Credit Suisse – schuldig. Zürcher Kantonalbank – schuldig. Pictet – schuldig. Julius Bär – schuldig. Basler Kantonalbank – schuldig.

Bei dem jetzt diskutierten Schuldeingeständnis soll das nicht so dramatisch ablaufen. Wissen kann es aber niemand. Es einfach mal zu testen, ist zu riskant für den Schweizer Finanzplatz – und die Schweiz.