Von Peter Hossli (Text) und Stefan Falke (Fotos)

Gewonnen hat Obama, weil Romney verlor. Diffus agierte der Financier, sagte mal dies, mal das. Verunglimpfte Frauen, verhöhnte Arme, blieb ideenlos. Steht für ein Amerika, das Minderheiten an den Rand drängt; wo Steuerkürzungen als ein-
ziges Rezept für raschen wirtschaftlichen Aufschwung gelten; das nicht nur Abtreibung, sondern selbst Verhütungsmittel verbieten möchte.
Ein amerikanischer Wahlkampf ist stets auch ein Kampf. Wie ein General schickte Obama die Truppen meisterhaft in die wahlentscheidenden Bezirke.

Hoch verschuldet ist der Staat. Bald droht ein Stillstand – mit verheerenden Folgen für die Welt. Wegen dieser Gefahr schwächelten gestern weltweit die Börsen. Um die enormen Probleme Amerikas anzugehen, muss der Präsident mit Republikanern zusammenspannen.
Was Obama in der ersten Amtszeit missglückte. Packt er jetzt seine zweite Chance, könnte er als Grosser in die Geschichte eingehen. Der Welt ist es zu wünschen. Sie braucht die USA.