Articles by Peter Hossli, a curious reporter who always finds a good story

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So zieht Kerry ins Feld, um Bush zu stürzen!

Reporter Peter Hossli war zwei Wochen mit dem Präsidentschaftskandidaten John Kerry auf Wahlkampftour und zeichnete auf, was sich auf diesem Marathon kreuz und quer durch die USA vor und hinter den Kulissen abspielte.

Von Peter Hossli (Text) und Stefan Falke (Fotos)

Hier in Wisconsin sieht Amerika aus wie die Schweiz. Grün. Gepflegt. Wenig passiert. Also wählten die Stadtväter von Cuba City, Wisconsin, etwas grossmäulig den Kosenamen «Stadt der Präsidenten». Obwohl nie ein Präsident im 2000-Seelen-Kaff gewohnt hat, nie kam einer vorbei. Nur die Strassenlaternen gemahnen ans Weisse Haus. An jedem Pfahl hängt ein Metallschild mit dem Namen und der Herkunft eines der 43 Präsidenten.

Rund zweihundert Leute harren an diesem schwülen Augustabend auf dem cubanischen Dorfplatz aus. Viele in T-Shirts und kurzen Hosen. Der Geheimdienst hat sie längst überprüft. «In zwei Minuten ist John Kerry hier», hiess es, vor 45 Minuten. Doch der Präsidentschaftskandidat ist zu spät, wie meist. Vielen schwant Böses. Anfang Mai hätte George W. Bush in der Präsidentenstadt halten sollen. Die Schule schloss, Kinder übten Lieder, bastelten Geschenke. Alle waren gekommen. Doch Bush raste einfach durch. «Mit 60 Sachen», erzählt der Bibliothekar. «Die Kinder haben geweint. Bush kriegt hier keine einzige Stimme.»

Stoppt auch Kerry nicht, «geht in Cuba City garantiert keiner wählen.» Doch Kerry stoppt. Er will ja Präsident werden. Er muss zum Volk. Hier im Mittleren Westen kennt man den Liberalen von der Ostküste erst als Mann der Eliten. Und hier im Mittleren Westen entscheiden im November die Wechselwähler die Wahl.

Sportlich hechtet Kerry aus dem Bus, zu Chuck Berrys «Johnny B. Goode», der Wahlkampfhymne. Ein Gehilfe gibt ihm ein Mikrofon. Er winkt ab. Keine Rede will Kerry halten, sondern mit den Leuten reden. Eine junge Frau erzählt, ihr Mann kämpfe im Irak. Spontan legt Kerry die langen Arme um sie, drückt sie an die Brust. Aufgeregt umzingeln ihn die Geheimdienstagenten. Nähe mögen sie nicht. Kerry braucht sie. Nähe hilft ihm, das Image des Unnahbaren zu brechen.

Er geht auf die Menge am Dorfplatz zu. Aufgeregt umzingeln ihn seine Leibwächter. Ronald Reagan, der ungern körperlichen Kontakt hatte, war leichter zu handhaben, ebenso George W. Bush, der die Menschen gern mit ausgestrecktem Arm auf Distanz hält. Nicht Kerr. Er liebt das Spiel mit Händen und Fingern. Kerry berührt. Lässt berühren. Er umarmt Männer kumpelhaft, die im Vietnam-Krieg dienten. Er drückt Frauen behutsam, die Babys in den Armen wiegen. Er streckt Kindern die flache Hand zum Abklatschen hin. Er boxt sanft auf Schultern. Mit der Linken hakt er ein. Mit der Rechten drückt er zu. Kräftig packen seine langen, knochigen Finger zu. Immer wieder greifen sie nach Fremden. Die Haut, immerhin 60 Jahre alt, ist geschmeidig, und sie ist kühl.

Dann blickt Kerry nach oben, auf die Schilder an den Laternen, und sieht dort die Namen Reagan, Bush, Clinton, Bush. «Der nächste bin ich», sagt er selbstsicher. Nur zwanzig Minuten ist er in Cuba City. Wichtige Minuten. «Die Region wird ihn wählen», sagt der Bibliothekar, der vergebens auf Bush gewartet hatte. «Kerry hat angehalten.»

So kämpft er um jede Stimme. «Die Wahl wird knapp», sagt Cameron Kerry, «aber ich bin froh, wie wir bei den Umfragen stehen.» Er ist der engste Berater seines Bruders John und muss optimistisch sein. Allein steht er vor einem Hotel in Boston. Cameron, 53, ist Teilhaber einer einflussreichen Anwaltskanzlei. Keiner hat mehr Geld gesammelt für Kerrys Kampagne. Hat er Zeit für ein Interview? Er muss weiter, lässt Reporter und Fotograf aber mitgehen, entlang der Boylston Avenue, Bostons Nobelstrasse.

Cameron redet bescheidener als der Bruder, leiser, ist kleiner als John, weniger imposant. Als «liebeswürdigen und wunderbaren Menschen» beschreibt Cameron John. «John ist zärtlich, er liebt seine Kinder wie nichts auf der Welt.» Nie sei er jemandem begegnet, der Menschen so gut führe. «In einer Krise will ich John neben mir haben», sagt er. «Nicht nur weil er mein Bruder ist, weil keiner mehr Rücksicht nimmt.»

Was der Bruder Rücksicht nennt, legen Gegner als Schwäche aus. Er hadere, sei wankelmütig. Seine Gegner demonstrieren mit Holzstangen gegen ihn, an denen sie Flip-Flops befestigen. Ein Flip-Flopper ist im Englischen ein Wankelmütiger. «John war stets neugierig und nachdenklich, selbst als Junge», entgegnet Cameron. «Die Welt ist komplex.» Es brauche Menschen, die ihre Positionen überdenken und sie umwerfen. «John tut das. Er verlangt es von anderen.» Was ändert sich mit Kerry im Weissen Haus? «Er wird einen anderen Ton anschlagen», sagt Cameron. Eine kluge Antwort von einem schlichten Mann, der in Kerrys Regierung Justizminister werden soll. «Good-Bye».

Tage später, unterwegs mit Kerry im Mittleren Westen, auf der zweiwöchigen Werbetour von Ost- zu Westküste. Kerry signiert T-Shirts mit einem schwarzen Sharpie. Den Filzer reicht ihm Marvin Nicholson, der zweite wichtige Mann in seinem Alltag. Auf die Uhr blickt Kerry nie. Nicholson hat die Zeit. Tritt der Kandidat auf die Bühne, streift er das Jackett ab und wirft es, ohne zu zielen, nach links. Zu Nicholson. Klagt eine junge Mutter ein Leid, fragt Kerry nach deren Namen. «Wir schauen, was wir tun können», sagt er und blickt zu Nicholson. Der notiert flugs ihre Nummer.

Nicholson ist Kerrys Butler. «Persönlicher Assistent», korrigiert er in einem Gespräch in Fort Madison, Iowa. Butler tönt dem 32-Jährigen zu europäisch. Er hat das wellige blonde Haar nach hinten onduliert und wartet für einmal abseits. Kerry steht bei einer Gedenkstätte für gefallene Soldaten. Da will er niemanden neben sich. Nicht die Wächter, nicht den Butler. Sonst ist der Ex-Barkeeper und -Caddie nonstop präsent, seit vier Jahren. Zuvor schleppte er ein paar Mal Kerrys Golfschläger übers Green. Ist der Senator hungrig, schmiert Nicholson ein Erdnussbutter- und Marmeladesandwich. Er weckt Kerry, trägt seine Tasche, reicht ihm frische Hemden, poliert die Schuhe.

Etwas gelingt Nicholson nicht, den Chef pünktlich ans Ziel zu bringen. «Wir sind spät dran», sagt er. Kerry nickt und redet weiter, mit einem Veteran. «Marv, notier den Namen.» Nicholson gehorcht. Wieder drückt Kerry Hände. «Wie heissen Sie», fragt er eine junge Frau, die ein Baby im Arm trägt. «Jennifer.» «Für Jennifer, John Kerry», schreibt er auf eine Fotografie, die ihn mit Jagdgewehr zeigt. «Und wie heissen Sie», fragt er den älteren Mann neben Jennifer. «Sie können nicht jeden persönlich begrüssen», wirft der Butler ein, «es warten noch viele, die Zeit eilt.» Kerry ist das egal. Wähler gehen an die Urne, nicht die Terminplaner.

Und jeder Handschlag zerlegt ein Vorurteil. Kerry, das Frankensteinmonster. Kerry, der Sauertopf. Kerry, der arrogante Riese. Kerry, 1,94 Meter lang, ist ein schöner Mann. Sieht von nahe besser und echter aus als am Fernsehen. Kameralinsen strecken und schmälern sein Gesicht. Dabei ist es kantig und oval und meist fröhlich. Hellblau strahlen die kleinen Augen, die fast verschwinden, wenn er müde ist, gerade aus dem Bus steigt, er angestrengt zuhört, oder wenn die Mittagssonne ihn blendet. Schminke trägt er keine. Der Teint ist dunkel, der Hals kräftig, muskulös die Unterarme. Strahlend weiss die Zähne. Der silberne volle Schopf ist perfekt frisiert, der Scheitel hat Drall, von links vorne nach rechts hinten.

Es ist ihm wohl im Körper. Zwickt es ihn im Schritt, zupft er sich schon mal an der Gurtschnalle. Einmal, in Davenport, in Iowa, giesst er Wasser auf die Hose. Gewandt zückt er eine Stoffserviette aus dem Revers und wischt das Nass weg, ohne fremde Hilfe. Trotz Patrizierhintergrund und Millionen aus zwei Ehen mit reichen Frauen. Trotz fünf Ferienhäusern in Nobelorten. John Kerry gibt sich bescheidener, volksnaher als die Medien ihn darstellen. Das hat Prinzip, haben ihm die Berater gesagt, bestimmt. Hier im Mittleren Westen, wo die Wirtschaft dümpelt, soll Kerry als echter Kerl ankommen, der jagt, der fischt, der zupackt.

Seine Chancen stehen nicht schlecht. Das weiss er. Er hat gutes Haar. Und er hat eine gute Geschichte. Amerika liebt gutes Haar. Und es liebt gute Geschichten. Seine ist die des Privilegierten, ausgebildet an Eliteschulen, der sich 1968 freiwillig zur Marine gemeldete hatte. Dreimal wurde er in Vietnam verletzt. Verdienstorden erhielt er, weil er Feinde tötete und Kameraden rettete.

Davon zehrt der Kandidat, in jedem Ort. Immer wieder hat die Geschichte eine Fortsetzung. Wie der Kriegsheld von falschen Illusionen beraubt, heimkehrt und der Antikriegsbewegung beitritt. Eine Lebensgeschichte als Trumpf.

«Mich beeindruckt, was er aus seinen Voraussetzungen gemacht hat», sagt Bob Racklett am Parteitag in Boston, ein Delegierter aus Kalifornien, der 22 Jahre in der Navy diente. «Er hätte schliesslich nicht in den Krieg ziehen müssen.» Paul Dugoleck pflichtet bei. «In seiner Nähe fühle ich mich wohl», sagt der Beamte aus Mechanicsburg in Pennsylvania. Er wähle ihn, weil Kerry die «Hitze des Gefechts» kenne. Wenn es um «Krieg oder Frieden geht, entscheidet Kerry besonnen», glaubt Dugoleck.

Auf dem Dach lauern Scharfschützen. Sie richten ihre Zielfernrohre auf die Calder-Plaza, den grössten Platz in Grand Rapids im Bundesstaat Michigan. 20000 Anhänger warten auf Kerry. «Vor fünf Wochen war Bush hier. Damals kamen nur 4000», johlt ein Einpeitscher. Tosender Applaus. Zwei kleine Mädchen stellen sich auf die Bühne, bereit, die Nationalhymne zu singen. Auf ihren T-Shirts prangt der Slogan der Kerry-Wahlkampftour: «Believe in America». Glaubt an Amerika. «Hallo Grand Rapids», schreit der Einheizer. «Ist das Kerry-Gebiet?» «Yeah», schreien die Leute. «Ist das Bush-Gebiet?» «Nooo!».

Grand Rapids wählt traditionell republikanisch. Seit Bush regiert, gingen der Region Tausende Jobs verloren. «Die Leute kommen, weil sie nicht mehr arbeiten», sagt eine Stadtbeamtin. «Sie hoffen, Kerry bringe die Arbeit zurück.»

Ungestüm röhrt Springsteens «Glory Days» aus den Lautsprechern, gefolgt von rhythmischen «Kerry, Kerry Kerry»-Rufen. Zwei Dutzend Menschen betreten die Bühne, perfekt platziert fürs Fernsehen. Es sind Kinder, Alte, Frauen, Männer, Schwarze, Weisse, Asiaten. Der Meltingpot. Das, was Amerika so gerne wäre.

Kerry stürmt auf die Bühne, seine Frau Teresa Heinz Kerry hat Mühe, ihm zu folgen. Fähnchen zittern. Menschen brüllen. Kerry schwenkt die Arme, schaut, als verdiene er den Empfang nicht. Er tänzelt schattenboxend, wie damals Muhammad Ali. Ich bin bereit zum Kampf, soll das heissen. Er wirft das Jackett zum Butler und krempelt die Ärmel hoch. Die Symbolik ist eingeübt. Schnell noch eine Gedenkminute für die im Irak gefallene Soldatin aus Grand Rapids. Kerry, der Katholik, faltet die Hände, blickt zu Boden, bekreuzigt sich.

Die Stille bricht Teresa. Als «Alpha-Mensch» bezeichnet sie ihren Gatten. «Ich kann nicht genug kriegen von ihm», sagt die Frau mit der lockigen Haarmähne aus Mozambique unamerikanisch sexy. «Er gibt sich total hin. Er ist komplett und er wird euch furchtlos beschützen.»

Kerry küsst Teresa auf den Mund, kurz und liebevoll. «Ist sie nicht wunderbar?» Dann legt er los, den langen Körper weit hinaus gelehnt. Die Sätze sind kurz, prägnant, die thematischen Übergänge passen. Aggressiv spricht er über den Applaus hinweg. Pausen gönnt er sich nicht. Redet emphatisch über Erziehung. Irak. Familie. Plötzlich hält er inne. Eine Frau erleidet einen Hitzschlag. «Bringt Wasser, macht Platz für den Arzt», sagt Kerry.

Es ist der persönlichste Moment, sonst fehlen der Rede die guten Geschichten, Anekdoten, die dramatischen Elemente. Kerry ist kein Entertainer. Hatte Bill Clinton Politik in menschliche Episoden verpackt, versagt hier Kerry. Die persönliche Geschichte, die er erzählt, ist seine. «Ich habe Amerika als junger Mann verteidigt. Ich werde es als Präsident ebenso tun.» Nie zettle er einen Krieg an, weil er wolle. Nur, weil er müsse, nie allein. «Mit anderen Ländern zu arbeiten ist kein Zeichen der Schwäche, sondern der Stärke.»

Anderntags lädt Kerry zwölf Bosse grosser Firmen zum Wirtschaftsgipfel nach Davenport, Iowa. Es sind Manager von der Bank of America, News Corporation oder Oracle. Sie unterstützen Kerry, weil er besser fürs Geschäft sei. Er sitzt in der Mitte, referiert ohne abzulesen. Den defizitären Staatshaushalt will er ausgleichen. Die Steuern der Mittelklasse senken und die der Reichen erhöhen. Mit Anreizen US-Firmen in Amerika halten.

Dann hört er vor allem zu, schreibt auf, schaut den Managern ins Gesicht. Vergisst einer sich vorzustellen, ermahnt ihn Kerry charmant. Öfters fragt er nach. Nie lässt er sich ablenken, zwei volle Stunden. Eine Qualität, die an Clintons unstillbaren Wissensdurst erinnert, die Kerry abhebt vom jetzigen Präsidenten. Bush ist berühmt für kürzeste Sitzungen, ungern nur folgt er langen Gesprächen.

Weiter nach Grand View, Iowa, wo Maisfelder gedeihen, so weit das Auge reicht. Drei Dutzend Menschen warten auf einer sumpfigen Wiese. Zwischen Traktoren hängt ein flächiges Tuch mit der Aufschifft «Kerry-Edwards». Morgens zirkulierte das Gerücht, der Kandidat halte heute. «Die Leute kommen, weil es ihnen nicht gut geht», sagt ein lokaler Politiker und zeigt zur Tankstelle. «So hoch war der Benzinpreis noch nie.»

Eine Karawane mit Polizeiautos rast vorbei, gefolgt von fünf Bussen, im vordersten die Kerrys. John und Teresa zwängen ihr Oberkörper durchs schmale Fenster. Mit einem dynamischen Satz springt er raus, hinterher die bulligen Sicherheitsleute. Er schnappt sich ein paar Hände. Dann sieht er, warum die Berater ihn hierhin brachten. Auf dem Hügel hängt ein Huey-Helikopter aus dem Vietnamkrieg, angeschraubt an einem Betonrohr. Ein schmucker Hintergrund für die Fotografen, um Kerry den Krieger zu bebildern.

Zielstrebig spurtet er durchs sumpfige Gras. Er springt zu den Kufen des Drehflüglers und berührt sie. «Hat es Veteranen hier?», fragt er. Ein scheuer buckliger Kerl mit gelben Zähnen löst sich aus der Menge. «Ich bin Ray Cromer.» «Toll, diese Gedenkstätte», sagt Kerry. Minutenlang reden die beiden allein. Später erzählt Cromer, 57, der Senator hätte ihn gefragt, ob sein Name eingraviert sei. Nein. Kerry versprach, es zu ändern. «Er redet, als ob er sich tatsächlich für mich interessiert», sagt Cromer, der später hilft, das Tuch vom Traktor zu entfernen. «Da war nichts gekünstelt.»

Wie Kerry echt sei, betont Teresa bei jedem Auftritt. Das ist ihre Botschaft. Am besten gelingts in Hannibal, in Missouri, einem idyllischen, fast kitschig schön hergerichteten Städtchen. «Ginge es um mich, wäre John Kindergärtner», stellt sie ihn vor. «Er versteht sich ausgezeichnet mit Kindern. Wenn Kinder jemanden mögen, ist das immer echt.»

Der gewaltige Mississippi-River umfliesst den Ort Hannibal. In Grün und Rot ist die Bühne gehalten, auf die John Kerry tritt. Am Handgelenk leuchtet das gelbe Gummiband der Krebsstiftung von Radprofi Lance Armstrong. «Das ist eine der schönsten Städte Amerikas. Mark Twain wuchs hier auf.» Er sei der eine der beiden grossen Geschichtenerzähler Amerikas. «Der andere», sagt der Kandidat und lacht, «arbeitet für die republikanische Attackenmaschinerie.» Verhalten nur die Lacher.

Frohsinn ist Kerrys Sache nicht. Er ist gut, wenn er aufdreht. Spricht hinreissend und ohne Teleprompter, über Vietnam, über Gesundheit und über Wissenschaft. Amerika müsse wieder an die Spitze, schliesst er, «Heilmittel für Diabetes, Alzheimer, Aids finden.» Die Stimme tönt heiser. «Wir können das, weil wir Amerikaner sind», endet er optimistisch. Er weiss, Amerika wählt den Optimisten. «Es gibt immer Hoffnung für Amerika.»

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