Yearly Archives: 2002

Die Burger und der King

Vom Happy Meal bis zur Möbelkollektion: Zu seinem 25. Todestag wird das Geschäft mit Elvis noch einmal angekurbelt. Gewitzte Nachlassverwalter nutzen den 25. Todestag von Elvis Presley, um mit der verblassenden Erinnerung an den legendären Sänger und Schauspieler nochmals kräftig abzusahnen. Vor allem wollen sie klarstellen: Niemand ist grösser als der King of Rock 'n' Roll.

Trauma auf Zelluloid

New York rappelt sich auf und bringt seine zerstörte Skyline selbstbewusst in die Kinos.

Perfekter Diplomaten-Krimi

Das Buch mit dem umstrittenen Umschlag ist eine hervorragende Abhandlung über Banken, Diplomaten und den Holocaust.

Die letzte Landung

Der Flugverkehr darbt. Im Wüstensand von Arizona und Kalifornien parken über 500 eingemachte Zivilflugzeuge. Abheben werden viele nie mehr. Spezialfirmen entnehmen ihnen die brauchbaren Teile und verkaufen sie in die Dritte Welt. Mit Riesenscheren zerlegen Alteisenhändler gestrandete Rümpfe. Das Demontage-Geschäft blüht.

Finanzminister für das Vergessen

Der neue US-Finanzminister John Snow wird sich für seine eigenen umstrittenen Interessen stark machen. Der neue US-Finanzminister John Snow soll Vertrauen in die Wirtschaft schaffen und konservative Richter einberufen. Das könnte auch Ed Fagan betreffen. Er hat eine Sklaverei-Sammelklage eingereicht. Davon ist hauptsächlich eine Firma betroffen, der Snow vorgestanden ist.

Indiana Jones gegen Schmidheiny

Thomas Schmidheinys Zement-Konzern plant in den USA ein Werk, gegen welches sich viel Widerstand regt. In Hudson im US-Bundesstaat New York befürwortet die ärmere Bevölkerung den Bau eines riesigen Zementwerkes, die besser Gestellten wollen das Projekt verhindern. Auf ihrer Seite kämpfen auch Stars wie Harrison Ford.

Bombe um Bombe

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Saddam Hussein ist ihr Feind. Sie wollen, dass endlich Bomben auf den Irak fallen. Dafür leisten die Arbeiter von Amerikas grösster Munitionsfabrik Sonderschichten. Ein Exklusiv-Bericht aus McAlester, Oklahoma.

Himmelsstürmer

Als Sepp ging er in die USA, als Joe wurde er reich und berühmt - der Glarner Zirkus-Unternehmer Joseph Bauer. Mit einem Knall will er sich zur Ruhe setzen.

Time to Revive a Dying Craft

Sales of luxury timepieces are booming in the United States. The problem is there aren’t enough people to repair and service them. Rolex decided to remedy the situation by training watchmakers in the heart of small-town America.

Der neue Aufpasser passt der Pharmaindustrie

Die Branche atmet auf: Die US-Zulassungsbehörde FDA hat endlich wieder einen Chef. Keine andere Regierungsstelle dringt direkter ins tägliche Leben der Amerikaner ein als die Food and Drug Administration (FDA), die mächtige, aber schwerfällige Gesundheitsbehörde. Nun wird deren seit fast zwei Jahren verwaister Chefposten mit einem Arzt und Ökonomen besetzt. Und alle geben sich zufrieden.

Artenschutz für ein Handwerk

Luxusuhren finden in den USA reissenden Absatz. Aber es gibt kaum noch Menschen, die diese reparieren und warten können. Darum bildet Rolex in der amerikanischen Provinz Uhrmacher aus.

Schwule an adliger Stelle

Ehen von gleichgeschlechtlichen Paaren werden in den USA hoffähig. Jetzt ehrt sie die «New York Times»

Asbest geht um

Früher waren ahnungslose Arbeiter die Opfer. Jetzt killt Asbest reihenweise Firmen - in US-Justizgrotesken. Investor Warren Buffett spricht von der grössten Bedrohung der Weltwirtschaft. Die Rede ist nicht von Terrorismus, von Vertrauensschwund oder vom Irakkrieg, sondern von Asbestklagen und der entfesselten US-Juristerei.

Von der Metropole in den Moloch

In New York hat sich Julius Anderegg für den Beitritt der Schweiz zur Uno eingesetzt. Statt die Früchte seiner Arbeit zu ernten, wechselt der Diplomat in die Krisenstadt Karachi.

Showdown in Schokotown

Erbitterter Widerstand steht den Einkaufsplänen des Schweizer Multis Nestlé entgegen: Das US-Städtchen Hershey wehrt sich gegen den Verkauf des Schokoladeunternehmens Hershey Foods. Die US-Schokoladestadt Hershey kämpft mit allen juristischen und moralischen Mitteln gegen Nestlé. Die Übernahme von Hershey Foods durch den Schweizer Multi bedeutet in den Augen der Bewohner nicht weniger als das Ende des Schokolade gewordenen amerikanischen Traums.

Die chaotische Auferstehung

Beamte, Planer und Architekten liegen im Clinch um den Wiederaufbau der eingestürzten Zwillingstürme von Manhatten. ist damit zur peinlichen Bewährungsprobe geworden.

Der geplatzte Traum

Die Angst hockt in den Knochen. Bilanzskandale gefährden den Ruhestand. Bush macht Ferien: Im Jahr eins nach der Attacke erweist sich Amerika als Land ohne Richtung und Führung.

Gesetz gegen die Pharma-Tricks

Die Generika-Lobby profitiert vom US-Wahljahr. Unter dem Eindruck explodierender Gesundheitskosten sollen in den USA die preisgünstigen Nachahmermedikamente nicht länger behindert werden.

Der Verwalter der toten Musikgrössen

Peter Shukat verwaltet den Nachlass von Stars wie Lennon, Marley und Picasso. Dank seinen Verhandlungen gibts jetzt alle Miles-Davis-Konzerte aus Montreux auf CD.

Hitlers Filmerin hält Hof

Leni Riefenstahl wird am 22. August 100. Die Unverbesserliche ist kein bisschen müde und bringt am Geburtstag ihren ersten Film seit 48 Jahren in deutsche Kinos.

Big ist eben überhaupt nicht beautiful

Die grossen Unternehmen müssen wieder schlank und rank werden. Der Worldcom-Kollaps beendet eine Phase virtuellen Wachstums. Mit irrwitzigen Fusionen und kolossalen Übernahmen statt echter Innovation versuchten US-Firmen in den Neunzigerjahren ihre Umsätze aufzublähen. Es entstanden so unbewegliche wie unübersichtliche Konglomerate, die jetzt gigantische Schuldenberge hinterlassen. Besonders im Hightech- und im Medienbereich ist bald mit Firmenteilungen zu rechnen.

Mehr Bars, weniger Büros

Die Einwohner New Yorks dürfen mitreden, was an Stelle der eingestürzten Twin Towers gebaut werden soll.

Berner US-Botschafter half bei Bush-Deals

Gemeinsame Geschäfte von Reynolds und Bush empören Vereinigte Staaten. Die Glaubwürdigkeit von US-Präsident George W. Bush bröckelt so rasch wie der Dow-Jones-Aktienindex. Ihm wird vorgeworfen, sein Vermögen als Unternehmer durch Insidergeschäfte gemacht zu haben. In die Schusslinie gerät jetzt sein damaliger Förderer Mercer Reynolds. Der wirkt mittlerweile als US-Botschafter in Bern.

Ausmasse wie bei den Zigaretten

Längst sind es nicht nur geschädigte oder vermeintlich geschädigte Patienten, welche in den USA gegen Pharmakonzerne klagen. Inzwischen gehen auch die meisten Bundesstaaten gegen sie vor.

Europas Pharmakonzerne im US-Sturmwind

Die europäische Pharmaindustrie ziehts in die USA, wo alles besser sein soll. Doch dort wird sie von «europäischen Verhältnissen» überrascht: Konsumentenschützer und Politiker machen mobil gegen zu teure Originalprodukte. Die USA gelten als gelobtes Land der Pharmaindustrie. Kein anderer Pillenmarkt ist so gross und so lukrativ. Doch der Wind hat gedreht: Das Wachstum flacht ab, Patente laufen aus, neue Medikamente fehlen. Just in dieser schwierigen Lage wehren sich Konsumenten, Krankenkassen, Politiker und US-Bundesstaaten gegen überrissene Preise.

Der Präsident kommt aus dem Bush

Lange ignorierte Bush jr. den Vertrauensverlust in die US-Wirtschaft wegen der Manipulationen. Jetzt regt sich was. Der Präsident wettert gegen willkürliche Unternehmer und verspricht Abhilfe. Zu spät, sagen seine Kritiker. George W. Bush mangle es an einer griffigen Wirtschaftspolitik. Er sei mitschuldig am Vertrauensverlust in die US-Wirtschaft - zumal er als Geschäftsmann selbst in Bilanzfälschungen involviert gewesen war.

Jetzt klagt auch US-Staranwalt Hausfeld

Ed Fagan müssen die Banken nicht fürchten - Hausfeld schon. Michael Hausfeld gilt als Schrecken der Wirtschaft: Er vertrat Opfer des havarierten Tankers «Exxon Valdez» in Alaska und verhalf Patienten, die an der Wirkung der Diätpille Fen-Phen erkrankten, zu Millionen. Nun will er Schweizer und US-Banken wegen deren Geschäftstätigkeit in Südafrika verklagen. Rechtsexperten geben ihm gute Chancen.

Schnupfengefahr für Novartis

Der umstrittene Wirkstoff PPA beschert in den USA mehreren Pharmaunternehmen eine Klagenflut. Ein banales Erkältungsmittel bringt in den USA Novartis in die Bredouille. Obgleich Alternativen vorhanden waren, verzichtete der Pharmakonzern zu spät auf den umstrittenen Wirkstoff dieses Schnupfenmittels. Es wird gar mit Todesfällen in Verbindung gebracht. Nun hagelt es Klagen.

Das Ende ist noch nicht erreicht

Müssen nach dem Merrill-Lynch-Vergleich auch CS und UBS Millionen zahlen? Das grosse Reinemachen an der Wallstreet geht weiter: Der 100-Millionen-Dollar-Vergleich zwischen Merrill Lynch und dem Staat New York ist bloss ein Zwischenhalt. Der New Yorker Staatsanwalt hat auch UBS und CS ins Visier genommen.

Mit System gegen Bürounkultur

Das Münsinger Möbelunternehmen USM will den Umsatz in den USA verdreifachen. Der Schweizer Möbelhersteller USM versucht in den USA den Spagat: Ein nachhaltiger und kostspieliger Klassiker soll die Büros schnelllebiger amerikanischer Firmen ausstatten.

Gut geölte US-Interessenpolitik

Die einstigen Ölbarone in der Bush-Administration betreiben ihr ehemaliges Geschäft heute als US-Politik. Die Sorge um die steigende Ölimport-Abhängigkeit reduziert die gesamte Aussenpolitik der USA auf die Sicherung und Erschliessung neuer Ölgebiete. Immerhin hat Präsident Bush die richtigen Leute dazu. Zahlreiche Mitglieder der US-Regierung kamen, wie er selbst, direkt vom Ölfeld.

Blutiger Kitzel

US-Schauspieler Robert Blake soll seine Frau getötet haben: Ein Fressen für die TV-Meute.

Verdrängte Schuld, verschleppte Sühne

Versicherungen unter Druck: Holocaust-Opfer fordern die sofortige Auszahlung der Policen. Nach wie vor drücken sich deutsche, italienische, französische und Schweizer Versicherer um ihre Verantwortung aus der Holocaust-Vergangenheit. Im US-Kongress und in Kalifornien sind Gesetze hängig, die nicht kooperative Versicherungen vom US-Markt ausschliessen.

Zwei Sammelklagen sind eine schwere Las

Enron-Kläger fordern 28 Milliarden Dollar. Die CSFB soll eine Schlüsselrolle gespielt haben. In zwei Sammelklagen wird der CSFB und acht weiteren Banken im Fall Enron Betrug und Beihilfe zum organisierten Verbrechen vorgeworfen. CASH sichtete die mehrere hundert Seiten umfassenden Klageschriften. Die Forderungen belaufen sich auf 28 Mrd Dollar.

Und die nächste Klage folgt sogleich…

Gegen die UBS-Tochter PaineWebber ist eine Millionen-Sammelklage eingereicht worden - mit guten Erfolgschancen. Gegen die UBS-Tochter PaineWebber ist in Houston eine deftige Sammelklage eingereicht worden. Sie hatte Enron-Aktien zum Kauf empfohlen, als bereits alle Zeichen auf Sturm standen. Die Schadenersatzforderung für die geschädigten Aktionäre beläuft sich auf mehrere hundert Millionen Dollar.

Drei Schweizer wollen einen Oscar gewinnen

Jubeljahr für das schweizerische Filmschaffen. Der Dokumentarfilm von Christian Frei, «War Photographer», ist für einen Oscar nominiert. «Monster's Ball», inszeniert vom Bündner Marc Forster, erhielt zwei Oscar-Nominationen. Als Cutter steigt der Aarauer Pietro Scalia ins Rennen. Hossli.com hat die drei Filmschaffenden in Los Angeles im Büro von Jerry Bruckheimer zu einem Gespräch getroffen.

Bombenblender

Der publik gewordene Atomwaffen-Report bringt vor allem eins ans Licht: George W. Bush ist jedes Mittel recht, um in die eigene Tasche zu arbeiten.

CS-Tipps: Dumm oder kriminell?

So sehen US-Juristen die Ausgangslage im Streit zwischen CS und den Enron-Opfern. Auf rund 60 Milliarden Dollar wird die Enron-Pleite geschätzt. Jetzt suchen die Anwälte der Geschädigten nach zahlungskräftigen Tätern und Mittätern. Dabei ist insbesondere die Credit Suisse First Boston in ihr Visier geraten.

Feldzug fürs eigene Portemonnaie

Die Politik von US-Präsident George W. Bush bevorteilt die Reichen und übervorteilt die Armen im Land. Zufallspräsident George W. Bush macht keine Kompromisse. Zielstrebig baut er den Sozialstaat ab und die Kriegswirtschaft aus. Vordergründig geht es dabei um die Bekämpfung des Bösen, doch der Hintergrund ist die schamlose Bereicherung einer kleinen Elite.

«Saddam Hussein ist ein gefährlicher Mann»

Aussenpolitik-Spezialist Walter Mead über die Vorbereitungen der USA für einen Krieg gegen Saddam Hussein. Der Einmarsch von US-Truppen in den Irak ist nur noch eine Frage der Zeit, sagt Walter Mead, einer der besten Kenner der US-Aussenpolitik.

US-Tabak: Schmuggel in den Irak

Jahrelang haben amerikanische Tabakfirmen Zigaretten in den Irak geschmuggelt. Der illegale Handel lief teilweise über den Genfer Ableger von R. J. Reynolds. Jetzt hat die Europäische Kommission in New York Klage wegen Geschäften mit Terroristen eingereicht.

Hautnah

Schöne Bilder, die Furchterregendes zeigen. Der Kriegsfotograf James Nachtwey lebt mit diesem Widerspruch.

Mit Krieg sichern sich die Bushs ihr Erben

Der Bush-Clan profitiert ganz direkt von den exorbitanten US-Militärausgaben. Während George W. Bush den US-Rüstungshaushalt in ungeahnte Höhen schiessen lässt, reibt man sich bei der US-Waffenschmiede Carlyle die Hände. Vater Bush und andere ehemalige Spitzen der Republikanischen Partei stehen auf der Carlyle-Payroll und kassieren tüchtig mit.

Die letzte Männerbastion

Von Peter Hossli«Das ist Hilde, meine Gattin. Mehr braucht man über sie nicht zu sagen», stellte Klaus Schwab, der Präsident des Wirtschaftsforums, seine Ehefrau der Weltpresse vor. Immerhin ...

Der Herr ist mit ihnen

Alle Welt schaut auf die Olympiastadt Salt Lake City. Für die Mormonen ein göttlicher Anlass, um PR in eigener Sache zu machen.

Der grosse Schwindel

Mit diesen Tricks führten die Enron-Manager Analysten und Anleger hinters Licht. Vor Jahresfrist galt der Energiehändler Enron noch als innovativste Firma Amerikas. Jetzt ist er das abschreckende Lehrstück dafür, wie man ein Unternehmen dazu missbraucht, den Aktienmarkt und die Anleger zu melken.

Bosse machen Kasse bis zur Pleite

In den USA häufen sich Firmenzusammenbrüche in beängstigendem Ausmass. Enron ist nicht allein: Reihenweise gehen zurzeit in den USA Firmen Pleite. Und immer haben die Topmanager zuvor tüchtig abkassiert.